Zeitschrift für migrationspädagogische Zweitsprachdidaktik

Die einmal jährlich erscheinende Zeitschrift für migrationspädagogische Zweitsprachdidaktik versteht sich als Organ des Austauschs kritischer Fachvertreter_innen aus Theorie und Praxis.

"Migrationspädagogik" lautet der Name der zentralen Perspektive dieses Austauschs, die es Praktiker_innen und Wissenschaftler_innen didaktischer und pädagogischer Felder ermöglicht, ihre Grundlagen und Vorgehensweisen macht- und diskriminierungskritisch informiert zu reflektieren und zu gestalten. Auch im Bereich Deutsch als Zweitsprache und anderer Zweitsprachdidaktiken geht es dabei vor allem um den Umgang mit den Lernenden, die zumeist unter schwierigen Rahmenbedingungen leben und lernen. "Wie werden sie didaktisch adressiert? Wie werden sie in Lehr- und Lernmaterialien dargestellt? Wie werden sie durch Organisationsformen in Bildungsinstitutionen positioniert? Welche Rolle spielen verschiedene Fachzusammenhänge in ihrer Repräsentation? Und welche Rolle spielen eigene Positionierungen von Lehrkräften?" Diese und weitere Fragen rücken in den Fokus migrationspädagogischer Betrachtungen.

Mit unserer Zeitschrift untersuchen und diskutieren wir mit Hilfe verschiedener Analyseperspektiven der Migrationspädagogik, z.B. einer rassismuskritischen, unsere Beteiligung an den hierarchischen Verhältnissen, in die das Lehren und Lernen von Zweitsprachen involviert/eingebettet ist. Wir suchen nach Wegen, wie in diesen fachlichen Kontexten gearbeitet werden kann, ohne dass faktische und symbolische Ausgrenzungen der Lernenden (re-)produziert werden. Dabei verfolgen wir eine internationale Ausrichtung und bieten ein Forum für den länderübergreifenden Austausch zwischen kritischen Vertreter_innen der Zweitsprachdidaktiken unter der Perspektive der "Migrationspädagogik" und unter Berücksichtigung verschiedener fachlicher Kontexte, in denen dieses Lernen stattfindet, z.B. Kurse für Mütter oder schulische Unterrichtsfächer wie Geschichte oder Physik.

Herausgeberinnen

  • Prof.in Dr.in Silvia Demmig (PH Oberösterreich)
  • Univ.-Prof.in Dr.in İnci Dirim (Universität Wien, hauptverantwortlich)
  • Dr.in Assimina Gouma (Universität Wien)
  • Prof.in Dr.in Nazli Hodaie (PH Schwäbisch Gmünd)
  • Dr.in des. Nina Simon (Universität Bayreuth)
  • Maria Weichselbaum (Universität Wien)